Was ist Heimat?

Was bedeutet „Vaterland“?

Was ist Heimat?

Das Vaterland, oder auch die Muttersprache – Begriffe mit einer tiefen, fundamentalen Bedeutung

Es scheint, als rücke aktuell diese Frage wieder neu in den Fokus der Gesellschaft. Ich könnte auch fragen: Was bedeutet „Vaterland“?

Der von mir sehr geschätzte HNO-Arzt und offensive Kritiker gegen die staatlichen C-Maßnahmen Bodo Schiffmann hatte kürzlich in einem Video geäußert, dass er „keine Liebe zu seinem Vaterland habe“, dass dieses Wort ein Wort der NS-Propaganda sei. Daher möchte ich in einer Art Offenen Brief an ihn, aber auch an jeden interessierten Leser und Denker, diese Aussage ein bisschen kritisch hinterfragen und zu neuen Gedanken zu diesem Thema einladen.

Das Vaterland, oder auch die Muttersprache, – Begriffe mit einer tiefen, fundamentalen Bedeutung. Mag sein, dass sie ein bisschen verstaubt klingen. Und ja, es stimmt, dass die damit verbundenen Gefühle auch immer wieder politisch missbraucht wurden und werden. Es ist immer verwerflich, wenn die Verbundenheit in einer Gemeinschaft zum Bösen missbraucht wird. Ganz egal,

  • ob eine gierige Frau ihren fleißigen Mann dazu missbraucht, dass er ihr unendlich viele Geschenke macht, um ihr seine Liebe zu beweisen,
  • ob eine Mutter ihre braven Kinder missbraucht, um ihre eigene Existenz zu sichern,
  • ob eine satanische Kirche ihre Gläubigen dazu missbraucht, Geld zu sammeln und anzuhäufen,
  • ob ein sog. Antifaschistischer Verein seine Mitglieder dazu missbraucht, faschistische Ideologien ins Volk zu zwingen,
  • ob eine ReGierung den Patriotismus ihres Volkes dazu missbraucht, anderen Völkern gegenüber kriegerisch zu handeln.

Das „Wir-Gefühl“ gehört zur Menschheit, und wer das nicht hat, dem fehlt ein wichtiger Bestandteil des sozialen Gefüges.

Umso dringender stellt sich also die Frage, gegen was wir uns denn in erster Linie mit Abscheu wenden sollten: Gegen die wichtigen und legitimen menschlichen Gefühle und Bedürfnisse, oder gegen diejenigen, die diese Gefühle missbrauchen?

Vor wenigen Tagen saß ich in einem Restaurant. Von dort aus konnte ich eine Straßenkreuzung sehen, die in mir alte Kindheitserinnerungen auslöste.

Mein Vater fuhr mit mir jeden Sonntag Vormittag in seinem alten Mercedes, wo es noch keine Anschnallgurte gab (!) in einer Linkskurve durch diese Kreuzung. Und ich hoffte sehr, dass die Ampel grün blieb, denn dann holte er immer besonders Schwung, so dass ich von der einen Seite der Ledersitzbank auf die andere Seite gerutscht wurde. Das war der Spaß der ganzen Fahrt. Und ich werde mich immer wieder daran erinnern, wenn ich in diese Gegend komme.

Wenn ich spazieren gehe, sehe ich manchmal diese wilden Blumen, die nur hier in der Gegend blühen, und ich erinnere mich gern daran, wie sich meine Mutter freute, wenn ich als Kind ihr nach einem Abenteuer-Tag so einen Strauß mit nach Hause brachte.

Ich kenne die Denke der Leute hier, den Dialekt, den manche Alten noch sprechen, den typischen Geruch der Jahreszeiten und die Dörfer und Häuser, wie sie mir mein ganzes Leben lang lieb und vertraut waren. Und jede Veränderung an einem altbekannten Ort nehme ich mit Wehmut wahr.

Ja, auch mir hat man in der Schule beigebracht, dass in unserer Vergangenheit schreckliche Dinge passiert sind. Ich lernte genau, was die Nazis den Juden angetan hatten, über den Holocaust, und über die Welteroberungsfantasien. Es wurde immer so dargestellt, dass diese deutschen Untaten einzigartig in der Welt gewesen seien. Über Stalin und Mussolini, Mao Tsetung oder Pol Pot hörte ich nicht viel.

Und ich wäre wohl fast auch so ein „Weltbürger“ geblieben, hätte ich nicht die Retrospektive zu meinem realen Leben eingeschaltet.

Heimat ist Liebe. Heimat ist Vertrautheit und Geborgenheit. Heimat ist Freundschaft und Kindheit, Stabilität und Erinnerung. Heimat ist Vaterland.

Mein Vater war Soldat im 2. Weltkrieg und hat schon im Alter von 17 Jahren direkt nach dem Not-Abitur für seine Heimat kämpfen müssen. Er erzählte manchmal von den Dingen, die er an der Front erlebt hatte, von der Flucht mit dem Marmeladentopf und dem Granatsplitter, von liebevollen Nonnen, die wie Männer ackern mussten, von Wanzen, Flöhen und DDT, Und als Kind hing ich an seinen Lippen, wenn er mir aus dieser Zeit berichtete. Er erkannte mit seinen Erzählungen auch, dass er danach ein anderer Mensch geworden war – kein Patriot mehr. So ähnlich wie Bodo. Denn auch er litt unter den Erlebnissen, die ihn seiner Liebe zur Heimat beraubt hatten. Propaganda, Krieg, Tod, Schmerzen.

Ich verstehe den Denkprozess. Aber ich muss ihm widersprechen.

Mein Vaterland ist liebenswert, mit seinen Eigenheiten und Menschen, seinen Erinnerungen und Gefühlen, nicht aber die miesen Profiteure dieser reinen Verbundenheit.

Mein Vaterland, ich liebe Dich

Auch wenn ich das nicht soll

Die Menschen sind vertraut für mich

Die Sprache wundervoll

Die Wiesen und das flache Land

ich möcht‘ sie niemals missen

Hier hab‘ ich mich gut ausgekannt

Das darf ruhig jeder wissen

Die Heimat ist mir wert und lieb

die lass ich mir nicht stehlen

wer sie verleugnet, wie ein Dieb

soll sich doch einsam quälen

Das folgende Video von Alexander Unterberg verdeutlicht und ergänzt den Titel dieses Beitrags

Ein patriotisches Motivationsvideo. Lang Lebe DEUTSCHLAND! Youtube-Kanal: Alexander Unterberg

Freya v. G.

Freya
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